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Unser Projekt: Bericht aus Felipe Pinglo - 2010

Im Oktober 2010 haben die ecoselva-Freiwilligen eine Betriebsbesichtigungsfahrt nach Pozuzo organisiert, an der 20 Bäuerinnen und Bauern teilgenommen haben. Pozuzo ist ein Ort, den vor 150 Jahren Tiroler und Rheinländer gegründet haben. Die Technologie, die diese Bauern vor 150 Jahren mit nach Peru gebracht und dort eingesetzt haben, hilft heute Bauern in entlegenen Dörfern, ihre Lebens- und Arbeitssituation zu verbessern. Die Teilnehmer der Fahrt haben sich mit diesen  Technologien vertraut gemacht und haben jetzt ein Netzwerk „Null-Regenwald-Abholzung“ gegründet. Daran sind verschiedene Dörfer beteiligt. Es wird in diesem Netzwerk abgestimmt, wie zukünftig mit dem noch vorhandenen Primärregenwald umzugehen ist.

 

Für die Dörfer Montevideo und Felipe Pinglo wird jetzt die Einrichtung von Baumschulen geplant. Dies ist dann der erste wichtige Schritt hin zu einer Wiederaufforstung und Schutz der insbesondere  von der Weidewirtschaft benutzten Flächen.

 

Im Dorf Montevideo sind bereits Erhebungen zum Umfang der noch vorhandenen Primärregenwaldflächen durchgeführt worden. Es ist also jetzt eine Übersicht vorhanden, welche Flächen für die Land- und Weidewirtschaft benutzt werden, welche Flächen in der Brache sind und wie viel Primärregenwald noch vorhanden ist.

 

Die Zusammenarbeit von ecoselva mit Bauerndörfern im peruanischen Regenwald erfolgt überwiegend mit entlegenen  Dörfern. Hinter diesen Dörfern ist in der Regel noch ein völlig intakter Primärregenwald vorhanden. Wenn wir Fortschritte im Regenwaldschutz erreichen wollen, müssen wir vor allem mit den Dörfern zusammenarbeiten, die tendenziell den Primärregenwald zur Gewinnung von Ackerland abholzen. Es ist viel wichtiger, den noch vorhandenen Primärregenwald zu schützen als einen bereits abgeholzten Regenwald auf verarmten Flächen wieder aufzuforsten.

Weitere Dörfer möchten jetzt die verbesserten Küchen mit Schamottsteinen einführen. Der Arbeitsaufwand beim Kochen wird erheblich reduziert und der Rauch vom offenen Feuer zieht nicht mehr durch das Haus.

 

Die Ernährungssituation hat sich in einigen Familien durch die Einführung von Gemüsegärten bereits erheblich verbessert. Diesem Modell werden weitere Familien und Dörfer folgen. Auch dies ist ein gelungener Wissenstransfer von Pozuzo nach Felipe Pinglo. Felipe Pinglo hat hier jetzt bei den entlegenen Dörfern bei Tingo Maria eine Vorreiterrolle und ist ein Beispiel für andere Dörfer.

 

Folgende Maßnahmen sind für die nächsten Monate geplant:

 

- Einrichtung von zwei Baumschulen

- Installation von weiteren Küchen mit Schamottsteinen

- Aufbau von Gemüsegärten

- Einrichtung einer Trinkwasserversorgung in Felipe Pinglo

 

 

Am Sonntag, 6. Dezember 2009, können Sie sich nach dem Gottesdienst umfassender über das Leben in Felipe Pinglo Alva informieren. Zudem haben Sie dann die Möglichkeit, fair gehandelte Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsdekoration und Krippen aus Peru zu kaufen.