Das wird Ihre Gemeinde: Information zur Fusion

Stand: Juni 2020

Pauluskirche Briefkopf Christuskirche Briefkopf

Die Presbyterien der Kirchengemeinden Hangelar und St. Augustin informieren über die zum 1. Januar 2021 angestrebte Vereinigung der bisherigen Kirchengemeinden Hangelar und St. Augustin

 

(gemäß Artikel 11 der Kirchenordnung: Anhörung der Mitglieder der Kirchengemeinden)

 

Liebe Gemeindemitglieder,
wichtige Entscheidungen für die Zukunft unserer Gemeinden stehen an. Und natürlich ist es den Presbyterien auch weiterhin besonders wichtig, Sie über den Fusionsprozess auf dem Laufenden zu halten und Ihre Meinungen dazu zu hören.


Eigentlich sind Gemeindeversammlungen die vorgesehene Form in diesem Kommunikationsprozess. Diese lassen sich jedoch derzeit und in absehbarer Zukunft in Folge der Corona-Pandemie nicht mit den gebotenen Hygiene-und Abstandsregeln durchführen. Mit dem Landeskirchenamt ist daher vereinbart worden, dass wir Sie über aktuelle Entwicklungen auf folgenden Wegen informieren:


- über Informations-Flyer,
- in den Schaukästen bei unseren Kirchen,
- auf unseren Internetseiten,
- im Rahmen der Abkündigungen nach den Gottesdiensten,
- sowie natürlich auch im Gemeindebrief.


Im Folgenden lesen Sie, wie die neue Gemeinde aussehen wird und wie die Fusion am Ende des Jahres umgesetzt wird.


Evtl. Anregungen, Fragen oder Einwände können Sie bei den Pfarrer(innen), den Presbyter(innen) oder in den Gemeindebüros einbringen; dadurch erfolgt die in Artikel 11 der Kirchenordnung vorgesehene Anhörung der Mitglieder der Kirchengemeinden.

 

Das wird Ihre Gemeinde:
Altbewährt vertraut und zukunftsweisend neu


Die neue Gemeinde
Die neue Gemeinde umfasst unverändert das Gebiet der bisherigen Gemeinden St. Augustin und Hangelar. Alle Gebäude, Grundstücke und Vermögenswerte werden auf die neue Gemeinde übertragen. Die Grenzen sind im Süden die Stadtgrenze zu Bonn, im Westen die Freiflächen Richtung Menden, im Norden eine Linie etwa entlang der Straßen Markt – Sandweg – Zedernweg – Hennefer Straße und im Osten (mit kleinen Abweichungen) der Gemeindewald und der Birlinghovener Wald. Die neue Gemeinde wird etwa 3600 Gemeindeglieder haben.


Eine Gemeinde – zwei Zentren
Die Christuskirche in Hangelar und die Pauluskirche in Sankt Augustin Ort bleiben mit den angegliederten Gemeindehäusern die Zentren des gemeindlichen Lebens. An beiden Orten wird regelmäßig Gottesdienst gefeiert und die Gruppen und Kreise werden sich dort weiterhin treffen. Die beiden Pfarrpersonen, Angelika Hagena (50%) und Thorsten Diesing (100%) verstehen sich als zuständig für die Gesamtgemeinde, haben aber ihren Schwerpunkt in Hangelar (Angelika Hagena) bzw. St. Augustin (Thorsten Diesing). Auch das übrige Personal wird ohne Änderungen übernommen (Küster und Küsterin, Kirchenmusiker, Gemeindesekretärinnen, Kindertagesstätte).


Ein neuer Name
Der Name der neuen, aus der Vereinigung der Ev. Kirchengemeinde St. Augustin und der Ev. Kirchengemeinde Hangelar hervorgehenden Gemeinde soll „Evangelische Kirchengemeinde St. Augustin und Hangelar“ lauten.
Dieser Name gibt konkret das wieder, was geschieht: Aus der Kirchengemeinde „St. Augustin“ und der Kirchengemeinde „Hangelar“ entsteht die neue „Evangelische Kirchengemeinde St. Augustin und Hangelar“.
Sitz der neuen Evangelischen Kirchengemeinde St. Augustin und Hangelar ist die Pauluskirchstraße 3c, 53757 Sankt Augustin.
Der Sitz ist eine rechtliche Klarstellung, um den allgemeinen Gerichtsstand der juristischen Person festzulegen, insbesondere als sogenannte ladungsfähige Anschrift. Die Festlegung des Sitzes hat für den täglichen Betrieb keinerlei Auswirkungen.


Bekenntnisstand
Ebenfalls keine Relevanz im täglichen Leben hat der Bekenntnisstand. Trotzdem muss er festgestellt werden. Der Bekenntnisstand der neuen Evangelischen Kirchengemeinde St. Augustin und Hangelar ist: uniert mit lutherischem Katechismus sowie Fragen aus dem Heidelberger Katechismus.
Damit bringen wir zum Ausdruck, dass die jungen Gemeinden im eigentlich katholischen Rheinland erst in Zeiten der Union entstanden sind und von Zuzügen sowohl aus lutherischen als auch reformierten Gebieten geprägt sind.

Neues Siegel
Das Siegel der neuen Evangelischen Kirchengemeinde St. Augustin und Hangelar soll so aussehen:Siegel
Das neue Siegel enthält je ein Element der bisherigen Siegel der beiden Kirchengemeinden: Vom bisherigen Hangelarer Siegel stammt das Boot; vom bisherigen St. Augustiner Siegel das Kreuz. Die Darstellung knüpft ebenso an das Bild vom Schiff, das sich Gemeinde nennt, wie auch an die Logos der Ökumene oder der Kinderkirche an. Die Grafik ist so gestaltet, dass sie dynamisch wirkt: Der angedeutete Schiffsrumpf kann auch als in die Zukunft gerichteter Pfeil gedeutet werden, und die Gestaltung des Kreuzes symbolisiert Bewegung und damit Lebendigkeit. Eine weitere Assoziation ergibt sich zur Geschichte von der Sturmstillung: Das Kreuz wird zum segnenden Christus, der sein Schiff schützend begleitet.


Gemeindebrief und Internetauftritt
Natürlich wird sich die neue Gemeinde der Öffentlichkeit mit einem einheitlichen Erscheinungsbild präsentieren. Beim Gemeindebrief „miteinander“, der schon seit einem dreiviertel Jahr gemeinsam erscheint, muss nur noch der Untertitel angepasst werden. An einem gemeinsamen Internetauftritt arbeiten wir noch. Bis auf Weiteres besuchen Sie wie gewohnt die Websites der beiden Gemeinden.


Ausblick
Wenn am Ende des Jahres die bisherigen Gemeinden aufgelöst und die neue Gemeinde gegründet wird, übernimmt vorübergehend ein Bevollmächtigtenausschuss (eingesetzt vom Kreissynodalvorstand) die Geschäfte. Seine Hauptaufgabe ist es, möglichst bald Presbyteriumswahlen durchzuführen, damit die neue Gemeinde wieder ein gewähltes Leitungsgremium bekommt.
Im neuen Presbyterium werden die alten Gemeindeteile paritätisch vertreten sein. Über die entsprechenden Wahlmodalitäten werden wir rechtzeitig berichten. Natürlich können Sie auch schon jetzt überlegen, ob Sie vielleicht in diesem spannenden Zeitraum unserer Gemeindeentwicklung aktiv im Presbyterium mitwirken wollen.


Wir werden Sie zu gegebener Zeit weiter informieren und diese Informationen – in aktualisierter Fassung – auch im nächsten Gemeindebrief (Herbst 2020) abdrucken.


Kurzer Überblick über den bisherigen Prozess:


Herbst 2017: Konkrete Gespräche über eine vertiefte Zusammenarbeit der Gemeinden Hangelar und St. Augustin werden angeregt und gemeinsame Presbyteriumssitzungen und Gemeindeveranstaltungen geplant.


Februar 2018: Die Gemeinden werden bei den jährlichen Gemeindeversammlungen informiert, dass eine Kooperation der beiden Gemeinden angestrebt ist.


Ab 2018: Bei gemeinsamen Open-Air-Gottesdiensten, Kanzeltauschpredigten und gegenseitigen Einladungen zu Konzerten, Festen und Veranstaltungen lernen sich die Gemeinden besser kennen.


Ende 2018 / Anfang 2019: Durch äußere Einflüsse (bevorstehender Weggang des Pfarrerehepaars in Hangelar und Entscheidung des KSV, die Pfarrstelle dort auf 50% zu kürzen) entsteht konkreter Entscheidungsbedarf. Die Presbyterien beschließen, dass beide Gemeinden miteinander fusionieren: Zieldatum 1. Januar 2021.


Februar 2019: Die Gemeinden werden bei den jährlichen Gemeindeversammlungen entsprechend informiert.


Frühjahr 2019: Zur Strukturierung der gemeinsamen Presbyteriumssitzungen wird ein ausgebildeter Coach hinzugezogen.


Mai 2019: Die beiden Gemeinden gehen eine pfarramtliche Verbindung ein, um die Pfarrstelle in Hangelar neu besetzen zu können. Pfarrer Diesing übernimmt während der Vakanzzeit die Vertretung.


Der Weg zur Fusion wird seither zielstrebig Schritt für Schritt verfolgt. Dabei ist es für alle Beteiligten einschließlich der Gemeindeglieder wichtig zu wissen, dass nicht eine Gemeinde die andere „übernimmt“, sondern dass beide Gemeinden gleichberechtigt eine neue Gemeinde gründen werden.


Februar 2020: Angelika Hagena wird auf die zweite Pfarrstelle (mit dem Schwerpunkt Hangelar) gewählt.


März 2020: In Hangelar wird ein neues Presbyterium gewählt; in St. Augustin bleibt das alte im Amt. Auch in der neuen Besetzung geht der Fusionsprozess in guter Weise weiter.


Ausblick:


August 2020: Die Presbyterien werden bei der Landeskirche die Auflösung der bisherigen Gemeinden beantragen, um eine vereinigte Kirchengemeinde zu bilden.


1. Januar 2021: Die neue Gemeinde wird gegründet

 

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