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Geistlicher Impuls für den 2. Advent, 6. Dezember 2020

... von Prädikant Fred Schumann

 

Jakobus 5, Verse 7-8 (Predigttext am 2. Advent)
So seid nun geduldig, Brüder und Schwestern, bis zum Kommen des Herrn. Siehe, der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Er-de und ist dabei geduldig, bis sie empfange den Frühregen und Spätregen. Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe.


Gedanken zum Predigttext
Im Jakobusbrief geht es weniger um theologische als um praktische Fragen, die die frühen Gemeinden beschäftigten.
Im heutigen Predigttext geht es um Geduld. Im Hintergrund steht dabei eine Frage, die für uns heute keine Rolle mehr spielt. Im 1. Jahrhundert jedoch die Christen sehr beschäftigt hat: Die Frage der Naherwartung; Jesu Jünger, aber auch Paulus und Jakobus haben erwartet, dass Je-sus nach seiner Auferstehung und Rückkehr zu Gott noch zu ihren Lebzeiten zurück auf die Erde kommen und Gottes Reich errichten werde. Diese Erwartung wurde jedoch enttäuscht.
Jakobus will zwei Dinge klarzustellen:
1- Gebt die Hoffnung nicht auf! Christus kommt wieder und zwar bald.
2- In der Zwischenzeit braucht es die Geduld und Gelassenheit des Bauern, der die Saat ausbringt und dann wartet. Wenn Frühre-gen und Spätregen geschehen, dann ist die Ernte möglich.
Fragen wir uns? Was gibt die Ausrichtung in einer Zeit der Erwartung? Wir sind in der Zeit der Erwartung auf das Weihnachtsfest, auf die Ge-burt unseres Heilandes, der von vielen Propheten des Alten Testa-ments angekündigt wurde.
Das Öffnen der Türchen des Adventskalenders. Oder der Advents-kranz, an dem jeden Sonntag eine weitere Kerze angezündet wird.
Jakobus leitet uns an zu einer Unterscheidung. Einerseits fest damit zu rechnen, dass Jesus Christus gekommen ist, bei uns ist und wieder-kommt. Das gibt uns Vertrauen, Hoffnung und Zuversicht. Wichtig ist es aber, die Probleme dieser Welt anzupacken. Jetzt. Wir leben mit dieser Spannung: Zu tun, was wir tun können, und gleichzeitig darauf zu vertrauen, dass Christus, wenn er wieder kommt, diese Welt viel grundlegender erneuern wird, als wir es jeweils können.

 


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